Amnestyreaktion

European Pro-Life Doctors

Europäische Ärztevereinigung Lebensrecht - Deutsche Sektion - Abtreibung, Amnesty Internat.

Entscheidung der Amnesty PRO Abtreibung

Willkommen auf der Website der EPLD - Euro Pro-Life Ärzte!

Liebe Arztkollegen und Besucher,

nachstehend einige Kommentare unserer Prolife-Freunde (z.B. ALfA-Augsburg und CDL) zu den Geschehnissen:

 

A) Entscheidung getroffen: Amnesty International bleibt bei Einsatz für Recht auf Abtreibung

London (ALfA). Ungeachtet der Proteste von Kirchen und Lebensrechtsgruppen hat Amnesty International (ai) einen neuen Kurs in der Frage von Abtreibung und Frauenrechten beschlossen. Dies geht aus einer am 21. August von der ai-Zentrale in London veröffentlichten Presseerklärung hervor.

Darin heisst es, die Internationale Ratstagung der Menschenrechtsorganisation in Mexiko-Stadt habe sich bei ihrem Treffen, an dem 400 Amnesty-Repräsentanten aus 75 Ländern teilnahmen und das am 20 August zu Ende ging, mit "überwältigender Mehrheit" dafür ausgesprochen, Abtreibungen von jeder Strafe freizustellen.

Schwangere müssten im Falle nach Vergewaltigung, Inzest und bei Lebensgefahr ein "Recht auf Abtreibung" haben. Zudem forderte das höchste ai-Gremium einen freien Zugang von Frauen zu medizinischen Leistungen nach Abtreibungen.

Der Entscheidung sei ein zweijähriger Konsultationsprozess von Amnesty International im Rahmen der Kampagne "Stoppt Gewalt gegen Frauen" vorangegangen, in dem die Positionen breit diskutiert worden seien, so die ai-Zentrale. Die nun gefassten Beschlüsse zu Frauenrechten und Abtreibung seien als Abschluss der Beratungen mit den Mitgliedern erreicht worden und stünden im Einklang mit den internationalen Menschenrechtsvereinbarungen. (Die ausführlichen ai-Beschlüsse finden Sie unten in der englischen Pressemitteilung.)

In der Presseerklärung wandte sich die Menschenrechtsorganisation auch gegen die jüngst geäusserte Kritik aus dem Vatikan. Demnach äussere sich Amnesty nicht grundsätzlich zum Richtig oder Falsch von vorgeburtlichen Kindstötungen und unterstütze auch nicht ein allgemeines "Recht auf Abtreibung", sondern es gehe vielmehr um eine
Entkriminalisierung von Frauen, die sich in schweren Notlagen zu einer Abtreibung entschlössen.

Man gestehe dem Vatikan jedoch das Recht auf seine Position in der Abtreibungsfrage zu. Gleichzeitig unterstrich ai die Gemeinsamkeiten mit den Positionen der katholischen Kirche bei zentralen Fragen zu Menschenrechten z.B. in Bezug auf den Kampf gegen Folter und die Todesstrafe oder der Freilassung von Häftlingen, die aus Gewissensgründen inhaftiert wurden. Jedoch könne Amnesty International Todesurteile oder Inhaftierungen von Frauen, die abgetrieben haben, sowie unterlassene Hilfeleistungen durch Verweigerung medizinischer Versorgung nicht hinnehmen.

Vertreter des Vatikans hatten zuvor kritisiert, Gewalt dürfe nicht mit anderer Gewalt beantwortet werden und zum Boykott von ai aufgerufen. So sagte der Kardinal-Staatsekretär des Vatikan, Tarcisio Bertone, gegenüber Radio Vatikan am 20. August mit Verweis auf die Enzykliken und Botschaften des Vatikans über die Würde der Frauen: "Man muss natürlich die Gewalt gegen Frauen bekämpfen, die unmenschliche Gewalt, die Vergewaltigungen darstellen." Aber man müsse
das Leben retten, auch wenn es das Ergebnis von Gewalt ist. Man dürfe nicht das Leben als solches auslöschen, betonte Bertone.


Weitere Informationen:

1) Statement from Amnesty International in response to Vatican Secretary of State
Yesterday the Vatican's Secretary of State, Tarcisio Bertone, commented on Amnesty International's policy on sexual and reproductive rights - including on selected aspects of abortion - and said that the view of the Vatican is that abortion should not be available to rape victims.
PRESSEMITTEILUNG Amnesty International 21.08.2007
http://web.amnesty.org/library/Index/ENGPOL300192007

2) Abtreibung: amnesty beschliesst Kurswechsel
Menschenrechtsorganisation fordert voellige Straffreiheit - Kardinalstaatssekretaer Bertone: Ungeborenes Leben schuetzen
London (DT/KNA) amnesty international (ai) hat einen neuen Kurs in der Frage von Abtreibung und Frauenrechten beschlossen und gegen Kritik aus dem Vatikan protestiert.
DIE TAGESPOST 23.08.07
http://www.die-tagespost.com/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=34259

3) Amnesty verliert Mitglieder wegen Pro-Abtreibungs-Politik
Die Organisation saegt mit ihrer lebensfeindlichen Position am eigenen Ast. Katholiken macht das die Unterstuetzung "sehr schwer", sagt ein britischer Bischof, der jetzt die Zusammenarbeit aufkündigt.
KATH.NET 21.08.07,
http://www.kath.net/detail.php?id=17559

Amnesty International und die Abtreibungsfrage: Unterwandert von der Abtreibungslobby?
ALfA-Newsletter 31/07 vom 17.08.2007

 

B)   Amnesty International fördert Abtreibung: Boykottaufruf!

Medieninformation der CDL, Münster, 27.08.2007 – „Die heute über 1,8 Millionen Mitglieder und Unterstützer von amnesty international in 150 Ländern, die sich mit ihrer Mitgliedschaft für Mut, Unabhängigkeit und Menschenrechte entschieden haben, werden jetzt von amnesty international getäuscht.

Wir fordern sie auf, die Organisation zu boykottieren“, reagiert Monika Hoffmann, Presse- sprecherin der Christdemokraten für das Leben (CDL) auf die jüngste Entscheidung von ai für eine umfangreiche Unterstützung der Tötung Ungeborener.

Die Internationale Ratstagung, das höchste Beschlußgremium der Organisation, das in Mexiko tagte, will gegenüber Regierungen zukünftig dafür eintreten, daß allen Frauen legaler und sicherer Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch gewährleistet wird, wenn ihre Schwangerschaft aus einer Vergewaltigung, sexuellen Nötigung oder Inzest resultiert oder schwerwiegend die Gesundheit beziehungsweise das Leben der Frau bedroht.

Was als schwerwiegende Bedrohung der Gesundheit betrachtet wird, bleibt ungeklärt.

ai fordert auch Straffreiheit für bereits erfolgte vorgeburtliche Kindstötungen, ohne daß eine besondere Ausnahmesituation gegeben ist.

„Es braucht Mut, Unrecht beim Namen zu nennen. Kinder im Mutterleib zu töten ist in jedem Fall ein Unrecht gegenüber dem unschuldigen Kind, aber auch gegen die Mutter, die nicht die nötige Hilfe und Unterstützung in Schwangerschaft, Geburt und Erziehung und Förderung ihres Kindes erhält. „

Abtreibung tötet nicht nur das Kind, sondern oft wird auch die Frau dazu von ihrer Umgebung zu diesem Schritt gezwungen. Viele Mütter leiden danach lebenslang unter traumatischen Störungen (Post-Abortion-Syndrom).

„Amnesty international hat den Mut, diese Tatsachen beim Namen zu nennen, verloren.“
Doch ai ist offensichtlich nicht mehr bereit, sich für hilflose Ungeborene und deren Müttern, denen existentielles Unrecht geschieht, auch entgegen äußerer Widerstände einzusetzen.

Auch die Arbeitsgrundlage, auf die sich die Menschenrechtsorganisation stützt, läßt ai mit diesem Entschluß links liegen.
Mit der
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verpflichtet ai sich, „gegen schwerwiegende Verletzungen der Rechte eines jeden Menschen auf Meinungsfreiheit, auf Freiheit von Diskriminierung sowie auf körperliche und geistige Unversehrtheit“ einzutreten.
Gerade die körperliche Gefahr für Ungeborene und deren Mütter wird in Zukunft jedoch mit Unterstützung von ai zunehmen.

Die 1961 gegründete Organisation die sich „weltweite, von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Mitgliederorganisation“ nennt, hat mit dieser Entscheidung bewiesen, daß sie genau diese Unabhängigkeit gegenüber der politisch international erfolgreichen Abtreibungslobby verloren hat.
 

Andere Organisationen, wie z.B. die IGFM,* stehen dagegen weiterhin für Courage, Lebensschutz und sind nicht manipuliert. Diese sollten weiterhin aktiv unterstützt werden, damit sie im Gegensatz zu ai ihre Stimme für die Schwächsten der Schwachen, die Ungeborenen noch lautstarker erheben können.

CDL ist eine Lebensrechtsinitiative innerhalb der CDU/CSU und Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).

Christdemokraten für das Leben e.V., - Bundesgeschäftsstelle -Schlesienstr. 20, 48167 Münster
Tel.: 0251 - 6 28 51 60, Fax: 0251 - 6 28 51 63, E-Mail:
info@cdl-online.de Internet: www.cdl-online.de

 

Kommentar von Dr. Winkelmann:

Schade, dass AI mit dem Zeitgeist geht. Solche Entscheidungen kann man nicht per Mehrheitsabstimmung treffen. Wir Euro-Prolifeärzte sind erschüttert! Auch fehlen in der AI-Entscheidung jegliche Alternativen zur Abtreibung und FÜR das Leben. Einer Weltorganisation hätte man mehr zugetraut, als sich dem Werben der Abtreibungslobby zu beugen.

Wo stehen eigentlich die AI-ÄRZTE? Sind auch sie Vermittler und Dulder von tödlichen Praktiken?  ich fordere all jene Kollegen auf, sich von AI zu distanzieren. Beten wir darum, dass wieder ein gute Geist in AI einzieht, ein Geist des LEBENS.

Meine Empfehlung und Bitte an Sie:

  • Akzeptieren und übergehen wir als christliche Ärzte diese skandalösen Zustände nicht einfach so. Lassen Sie uns reagieren und opponieren!
  • Bitte nicht schweigen!
  • Falls es in Ihrer PFARREI eine AI-Gruppe gibt, sprechen Sie mit dem Pfarrer, dem PGR und diesen Mitchristen, damit ungewollt keine Pro-Abtreibungs-Haltung unter christlichem Mantel gefördert und toleriert wird. Danke!
    Vielen Dank für Ihr Interesse. Mit freundlicher Empfehlung

gez. Dr. Gero Winkelmann, Leiter der EPLD

* Natürlich auch die Ärzteorgsnisationen EPLD und KÄM!

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