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Pro-Life Info, 23-3-2006:
Abtreibungsbefürworter versuchen nationale Souveränität in der EU auszuhebeln um Abtreibungen zu legalisieren
Fünf Mitglieder des Europäischen Parlaments haben im Februar eine schriftliche Erklärung vorgelegt, die sich mit dem Recht der Frau auf Selbstbestimmung und angemessene Sexualerziehung bzw. Familienplanung in der Europäischen Union befasst. Die schriftliche Erklärung ist der neueste Versuch, die Souveränität der Mitgliedsstaaten der EU bezüglich Fragen der Abtreibung und Familienplanung zu untergraben.
Die Verfasser,
- Katalin Lévai (PSE, Ungarn),
- Martin Roure (PSE, Frankreich) ,
- Anne Van Lancker (PSE, Belgien),
- Eva-Britt Svensson (GUE, Schweden), und
- Lissy Gröner (PSE, Deutschland),
fordern von der EU Kommission einen Rechtsrahmen,
- der in Schulen die verpflichtende Durchführung von Sexualkunde-Unterricht und
- den Zugang zu reproduktiver Gesundheitsfürsorge, einschließlich Abtreibung auf Verlangen, erzwingt.
Die Anfrage fordert die EU offen auf, unsichere Abtreibungen als ein vorrangiges öffentliches Gesundheitsrisiko einzustufen. Dies bringt es mit sich, dass die Liberalisierung der Abtreibung in allen Mitgliedsstaaten der EU zwingend vorgeschrieben wird und Abtreibungen als Gesundheitsvorsorge betrachtet werden.
Das Dokument geht so weit, Mitgliedsstaaten dahingehend zu ermutigen, alle restriktiven Klauseln oder Einschränkungen zu entfernen, die in der UN Konvention bzw. in ihrem Beitrittsvertrag zur EU gemacht wurden.
Hierin liegt die Hauptstrategie zur Legalisierung der Abtreibung in jedem einzelnen EU-Land und jedem Mitgliedsland der UN.
Abtreibungsbefürworter hoffen, alle Formulierungen in offiziellen UN Dokumenten und EU Verträgen zu löschen, die das souveräne Recht der Mitgliedsstaaten sich eine eigene Abtreibungsgesetzgebung zu geben betreffen. Diese Kompetenz wollen sie auf die EU Ebene verlagern, um jegliche nationale Einmischung in die Legalisierung der Abtreibung zu verhindern. National gewählte Vertreter würden damit ihr Recht verlieren, ihre demokratisch verliehene Macht dazu zu nutzen in Familienangelegenheiten so Recht zu sprechen, wie es ihrer nationalen Kultur und Identität entspricht.
Nähere Infos bei: www.euro-fam.org
Kommentar: Die EPLD-Ärzte fordern den vollen Lebensschutz in jedem europäischen Land. Keinerlei Freiheit für Politiker, Ärzte und Eltern, Schutzgesetze gegen Abtreibung aufzuweichen oder “europäisch” zu umgehen! - Alle politisch interessierten Ärzte und Lebensrechtler müssen noch mehr zusammenarbeiten zum Erhalt menschlichen Lebens und zum Schutz vor unmenschlichen Abtreibungsgesetzen.
Vielen Dank für Ihr Interesse und mit freundlicher Empfehlung -
gez. Dr. Gero Winkelmann, Leiter der EPLD
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